Bauingenieurwesenda und dort

 

Werde doppelt stark!

Dieses duale Studium bietet Dir als technikaffine Nachwuchskraft oder bereits erfahrene Fachkraft eine ideale Möglichkeit, Dich in einem zukunftsorientierten Berufsfeld zu etablieren.

 

Dauer: 3,5 Jahre (7 Semester)
Abschluss: Bachelor of Engineering
Voraussetzung: (Fach-)Hochschulreife oder Abschluss als Meister*in oder Techniker*in oder abgeschlossene Berufsausbildung und drei Jahre Berufserfahrung
Bewerbungsfrist: Etwa ein Jahr vor Studienbeginn
Perspektive: Sehr gute Übernahmechance (wir bilden nur so viele Nachwuchskräfte aus, wie wir später benötigen)

 

Vergütung und Benefits:
  • Gehalt analog der Anwärter*innen-Bezüge: 1.331,22 Euro/Monat; Vergütung von Meister*innen oder Techniker*innen entsprechend der vorhandenen Qualifikation
  • Leistungen des öffentlichen Dienstes (Zusatzversorgung, Sonderzuwendungen u. a.)
  • Vergünstigungen: Teilnahme am Jobticket-Programm des HVV oder der Deutschen Bahn sowie Gesundheitsprogramme etc.
  • Übernahme der Studiengebühren (480,00 Euro/Monat)
Portrait einer Frau

Frau Piening

Ausbildungsleitung technische und soziale Berufe

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Frau mit Helm in Arbeitsjacke

Porträt - Kristin Jacobs

„Mathe war schon immer mein Ding“, und sie wusste früh: ...

„Es soll in die technische Richtung gehen.“ Das Berufliche Gymnasium für Erneuerbare Energien in Osterrönfeld bei Rendsburg, an dem sie 2018 ihr Abitur ablegte, untermauerte dieses Ziel noch.

„Ich hatte überlegt, angelehnt an die Erneuerbaren Energien in den Bereich Gebäudetechnik zu gehen“, so Kristin. Bewerbungen und Vorstellungsgespräche in ganz Deutschland folgten. Am Ende entschied sich die Schleswig-Holsteinerin aber doch für das Duale Bauingenieurwesen-Studium bei der Stadt Elmshorn und der privaten hochschule 21 in Buxtehude. Heute ist sie froh über die Nähe zur Familie.

Mit 50 anderen Bewerber*innen absolvierte sie einen Aufnahmetest an der Fachhochschule, bei dem unter anderem die Rechen- und Zeichenkünste, das räumliche und logische Denken sowie die Motivation abgeklärt wurden. Erst danach folgten das Vorstellungsgespräch und im September 2018 der Beginn des Studiums.

„Studieren wollte ich unbedingt dual, um mein eigenes Geld zu verdienen und nicht von meinen Eltern abhängig zu sein“, sagt die 22-Jährige. Für die monatlich 480 Euro Studiengebühren kommt die Stadt auf. „Und es gibt dazu noch eine Vergütung.“ Von ihren Mitstudierenden wisse sie, dass sich die Bezahlung bei der Stadt durchaus sehen lassen kann.

Das gelte auch für die Betreuung in den dreimonatigen Praxisphasen ihrer Ausbildung. „Die Kolleg*innen sind alle sehr nett und aufgeschlossen, nehmen mich zu Baubesprechungen mit und binden mich super ein.“

Zurzeit ist Kristin im Flächenmanagement eingesetzt. Dort betreut die 22-Jährige zum Beispiel die Erneuerung eines Geländers in der Reichenstraße. Dafür übernimmt sie alle Aufgaben von der Ausschreibung bis zur Installation. Sie hat aber auch schon ein sechswöchiges Vermessungspraktikum und die Stadtentwässerung als Stationen hinter sich. Als nächstes kommt das Gebäudemanagement.

 

Als Gegenleistung für das tolle Gehalt und die guten Arbeitsbedingungen hat Kristin sich bereit erklärt, im Anschluss an das Studium noch mindestens fünf Jahre bei der Stadt zu bleiben. „Das ist aber ein eher kleines Opfer, schließlich gefällt mir der Job hier sehr gut.

Mann in Arbeitsjacke

Porträt - Mark Pöhlmann

Noch einmal ganz neu anfangen? Das war keine leichte Entscheidung. ...

„Ich habe 15 Jahre auf der Baustelle hinter mir“, sagt der erfahrene Straßenbaumeister. „Und jetzt wechsle ich auf die andere Seite, zu den Planern ins Büro – das sind diejenigen, über die wir früher geschimpft haben“, schmunzelt der angehende Bauingenieur.

Seine Familie ermutigte ihn zu dem Dualen Studium Bauingenieurwesen. Nun wechselt er alle drei Monate zwischen praktischer Ausbildung bei der Stadt Elmshorn und Theorie an der hochschule 21 in Buxtehude. Zu den Vorlesungen, Seminaren und Lerngruppen in Niedersachsen pendelt Mark per Bahn. Dafür nutzt er das HVV-Profiticket, das er von der Stadt gestellt bekommt.

„Während der drei Studienmonate halten meine Frau und Kinder mir den Rücken frei.“ Dieser Rückhalt tut ihm gut, denn das Studium erfordert viel Einsatz. „Ich musste das Lernen nochmal lernen“, sagt Mark. Bislang klappt das ausgezeichnet, auch dank der festen Lerngruppe. In der „bin ich natürlich deutlich der Älteste, aber ich bin sehr gut integriert.“ Die anderen Student*innen seien größtenteils zwischen 18 und 26 Jahre alt.

Im Moment ist er bei der Stadtentwässerung im Einsatz. Dort hilft Mark unter anderem beim Austausch der Wasserkanäle in der Straße Vormstegen. „Man muss viele Dinge im Voraus bedenken, die auf der Baustelle selbstverständlich sind. Das ist anspruchsvoll. Aber genau das mache auch den Reiz seiner Arbeit als Bauingenieur aus.“

Ihm ist anzumerken, dass die abwechslungsreiche Ausbildung Spaß bringt. „Nur aufgrund des Alters sollte man sich nicht abschrecken lassen“, sagt der zweifache Vater.

„Die Stadt hat rechtzeitig erkannt, dass sie in der Ausbildung auch ungewohnte Wege gehen muss und nicht nur bei Schulabgängern werben muss. Denn „wenn die Stadt nicht die richtigen Fachleute hat, bleiben viele Baustellen liegen – das trifft dann alle.“ Er selbst will tatkräftig anpacken, damit dieser Fall nicht eintritt.

Studieninhalte:

Die Stadtverwaltung Elmshorn bietet als landesweit einzige Stadt ein duales Studium des Bauingenieurwesens in Kooperation mit der hochschule 21 an.

 

Stadtverwaltung Elmshorn

Gemeinsam mit unseren erfahrenen Kolleg*innen wirkst Du an spannenden Bauprojekten mit und lernst die vielfältigen Möglichkeiten des Bauingenieurwesens im Alltag in folgenden Bereichen kennen:

Amt für Stadtentwicklung
  • Derzeitiger Schwerpunkt: Innenstadtentwicklung der Bereiche Krückau-Vormstegen und des Bahnhofsumfeldes
Flächenmanagement
  • Schwerpunkt: unbebaute städtische Flächen (z. B. Straßen, Wege, Parks und Sportplätze)
  • Zuständigkeit für Ampelschaltung, Straßenbeleuchtung oder Sondernutzung
Stadtentwässerung
  • Wichtige Infrastrukturaufgabe: sichere und umweltverträgliche Ableitung der Abwässer
  • Betreiben eines mehr als 350 Kilometer langen Kanalnetzes
Gebäudemanagement
  • Zuständigkeit für städtische Gebäude inkl. Außenanlagen
  • Schwerpunkt: allgemeinbildende Schulen und Sportstätten
hochschule 21 in Buxtehude (www.hs21.de)
  • Anwendungsorientierter und praxisnaher Unterricht mit aktuellen Fallbeispielen
  • Breit gefächertes Grundlagenwissen, Schwerpunkte: Planung, Entwurf, Konstruktion, Ausführung und Erhaltung von Bauwerken des Hoch- und Ingenieurbaus, verkehrstechnische Infrastruktur sowie andere bauliche Anlagen

 

Studienablauf:

  • Pro Semester je drei Monate Theorie und Praxis
  • Status während des Studiums: Studierende*r